Newsletter-Archiv: Weinbau- und Rebschutzhinweise

 

Oenologischer Hinweis Nr. 3/2015


vom: 2015-04-27 14:01:42


Schwefeldioxid-Grenzwerte erhöht

 Die EU-Kommission und das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft haben jetzt die Grenzwerte für den Gehalt an Gesamt-Schwefeldioxid (Gesamt-SO2) u. a. für baden-württembergische Weine aus Trauben des Jahrgangs 2014 ausnahmsweise um jeweils 50 mg/l erhöht.

Im Einzelnen gelten für 2014er Weine und Perlweine nun die folgenden geänderten Höchstgehalte:

·         Restzuckergehalt unter 5 g/l:
- Rot:  200 mg/l  (normal: 150 mg/l)
- Weiß, Rosé:  250 mg/l  (normal: 200 mg/l)

·         Restzuckergehalt von 5 g/l und mehr:
- Rot:  250 mg/l  (normal: 200 mg/l)
- Weiß, Rosé:  300 mg/l  (normal: 250 mg/l)

Die entsprechende Änderung der Weinverordnung tritt am 28.04.2015 in Kraft.

Anträge auf Erteilung einer A. P. Nr. für Weine mit erhöhtem Gehalt an Gesamt-Schwefeldioxid können daher nun beschieden werden.

Wichtige Hinweise:

·         Nach Auskunft des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft sind damit die SO2-Grenzwerte für 2014er Öko-Weine in den genannten Qualitäten ebenfalls um jeweils 50 mg/l erhöht.

·         Unverändert bleiben jedoch die Werte für Weine mit einem Restzuckergehalt ab 5 g/l der Prädikate Spätlese (300 mg/l), Auslese (350 mg/l) sowie Beerenauslese, Trockenbeerenauslese und Eiswein (400 mg/l). Auch die (niedrigeren) Grenzwerte von Öko-Wein dieser Qualitäten bleiben unverändert.

·         Unter „Restzucker“ ist jeweils die Summe von Glucose und Fructose zu verstehen (früher: „Vergärbarer Zucker“).

 

gez. Dr. Jürgen Sigler

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