Newsletter-Archiv: Weinbau- und Rebschutzhinweise

 

Überregionale Hinweise zum Rebschutz vom 10.09.2015


vom: 2015-09-10 18:01:48


Überregionale Hinweise zum Rebschutz vom 10.09.2015

 

Kurzinfo…

·         Kirschessigfliege: Auch weiterhin keine Insektizidbehandlung notwendig. Rote und rot-färbende weiße Rebsorten vor allem in Randlagen weiter sorgfältig beobachten.

 

 Populationsentwicklung

Auch weiterhin sind Kirschessigfliegen in gesunden Rebanlagen nicht oder nur in geringer Anzahl zu finden. In Einzelflächen, gerade in Randbereichen zum Wald oder Obstflächen zeigen die Monitoringfallen eine leichte Zunahme an Fängen. Die aktuellen Fangzahlen können über http://www.vitimeteo.de/monitoring/fallenfaenge.shtml abgerufen werden.

 Empfehlung

Die umfangreiche Beprobung ergab auch in dieser Woche in der überwiegenden Anzahl von Proben keinen Nachweis von Eiern der Kirschessigfliege. Lediglich in wenigen Ausnahmefällen konnten in Einzelbeeren erste Eier festgestellt werden. Dies warn vor allem in Anlagen von Regent und Dunkelfelder zu finden. Gerade die frühen Sorten sollten nun zur Lese anstehen! Die Überprüfung der Anlagen, in denen bereits in der vergangenen Woche einzelne Eier gefunden wurden, ergab keine Zunahme in der Eizahl! Ein etwas höherer Befall konnte in dieser Woche nur in zwei  Anlagen mit Rotem Muskateller und Rotem Müller-Thurgau nachgewiesen werden. Diese Anlagen werden nun weiter eingehend überprüft und die Bewirtschafter direkt informiert.

Aufgrund der beschriebenen allgemein und großflächig guten Lage  sind in unauffälligen Anlagen und ohne Nachweis der Eiablage auch weiterhin keine Insektizidbehandlungen sinnvoll. Die genauen Daten zur Eiablagebonitur können über die VitiMeteo-Homepage (http://www.vitimeteo.de/monitoring/kefeifunde.shtml) eingesehen werden.

 

Bitte beobachten Sie weiterhin sorgsam Ihre Anlagen. Dies sollte insbesondere in Randlagen geschehen. Besonders im Focus sollten rote und rot-färbende weiße Rebsorten, etwa Roter Muskateller, Roter Gutedel und Roter Müller-Thurgau sein. Bitte beachten Sie außerdem, dass Fäulnisbefall, der teilweise etwa bei kompakten Rebsorten beobachtet werden kann, nicht zwangsläufig auf die Kirschessigfliege zurückgeführt werden kann. Bei bisherigen Kontrollen solcher Anlagen waren andere Ursachen zu finden. In solchen vorgeschädigten Anlagen fliegen zur Zeit auch bereits vielfach die heimischen Essigfliegen.

Sollte in Einzelfällen eine Bekämpfung nötig sein, muss vor einem geplanten Insektizideinsatz unbedingt gewährleistet sein, dass die vorgeschriebenen Wartezeiten eingehalten werden (Daher Rücksprache mit dem Vermarktungsbetrieb halten!). Aufgrund der fortgeschrittenen Traubenreife kann in solchen Fällen eine vorgezogene Lese die bessere Entscheidung sein! In jedem Fall sind die Anwendungsbestimmungen zum Bienenschutz immer zu beachten!

Wir informieren Sie  mit diesen überregionalen Hinweisen zum Rebschutz zur aktuellen Kirschessigfliegen-Situation weiterhin wöchentlich.

Bitte beachten Sie generell die Hinweise der örtlichen Weinbauberatung und die Informationen zu den Prognosemodellen und Wetterdaten unter www.vitimeteo.de.

Die gesamte Liste der im Weinbau zugelassenen Pflanzenschutzmittel finden Sie in der Broschüre Rebschutz 2015, Badischer Winzer Märzausgabe. Online finden wichtige Tabellen rund um den Pflanzenschutz unter:

https://www.landwirtschaft-bw.info/pb/MLR.WBI,Lde/Startseite/Aufgaben+_+Fachbereiche/Rebschutzhinweise

 Für Tafeltrauben oder wenn Keltertrauben als Tafeltrauben vermarktet werden sollen, gelten andere Zulassungsbedingungen. Bitte beachten Sie die Gebrauchsanweisungen der Pflanzenschutzmittel bzw. informieren sich, welche speziell für Tafeltrauben zugelassen sind. Siehe:

 http://www.lel-bw.de/pb/MLR.WBI,Lde/Startseite/Aufgaben+_+Fachbereiche/Rebschutzhinweise

 

Informationen zum ökologischen Rebschutz erhalten Mitglieder des Beratungsdienstes Ökologischer Weinbau unter 0761/40165-989, E-Mail: boew@wbi.bwl.de (Matthias Wolff, Johannes Hügle, Charlotte Schoch) bzw. unter 07134/504-231, E-Mail: michael.baumann@lvwo.bwl.de (Michael Baumann).

 

Regionale Hinweise erhalten Sie von den Anrufbeantwortern der örtlich zuständigen Weinbauberater: Bereich Tauberfranken 01805 197 197 11, Bereich Kraichgau-Bergstraße 01805 197 197 15, Bereich nördliche Ortenau 01805 197 197 16, Bereich südliche Ortenau u. nördlicher Breisgau 01805 197 197 17, Bereich südlicher Breisgau 01805 197 197 18, Bereich Kaiserstuhl 01805 197 197 19, Bereich Tuniberg 01805 197 197 20, Bereich Markgräflerland 01805 197 197 21, Bereich Bodensee 01805 197 197 22 (Vorwahl 01805 - aus dem Festnetz/Telekom: 12 Cent pro Minute).

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