Newsletter-Archiv: Weinbau- und Rebschutzhinweise

 

Rebschutzhinweis Nr.9-2017


vom: 2017-08-31 08:05:20


 

 

 

Überregionale Hinweise zum Rebschutz vom 31.08.2017

 

 

Kurzinfo…

Kirschessigfliege: In der überwiegenden Zahl an Proben sind keine Eier der Kirschessigfliege nachweisbar. Wetterprognose und Anlagen beobachten und bei Bedarf lesen.

 

Informationen zur Kirschessigfliege

 

Populationsentwicklung

Die Fangzahlen steigen in den meisten Rebflächen nur langsam an. In gesunden Anlagen sind auch weiterhin Kirschessigfliegen nur in geringer Anzahl zu beobachten. Deutlich mehr Essigfliegen (auch sehr viele einheimische Arten!) finden sich hingegen in durch Hagel, Wespen-, Vogelfraß, Oidium u.a. vorgeschädigten Anlagen.

 

Allgemeine Lage / Empfehlung

Eier von der Kirschessigfliege konnten in dieser Woche in der überwiegenden Anzahl von Proben wieder nicht nachgewiesen werden. Sind Anlagen betroffen, handelt es sich durchweg um die bekannten „anfälligeren“ Rebsorten. Die gefundenen Zahlen an Eiern sind aber auch dort sehr gering. Beprobte Spätburgunder-Anlagen waren bisher ohne jeglichen Eibefall! Auch auf weißen Sorten konnten keine Eier nachgewiesen werden.

 

Aufgrund der beschriebenen allgemein guten Lage sind in unauffälligen Anlagen auch weiterhin keine Insektizidbehandlungen sinnvoll. Die besonders gefährdeten frühen Rebsorten wie Acolon, Regent und Dunkelfelder stehen nun zur Lese an.

 

Bitte beobachten Sie weiterhin sorgsam Ihre Anlagen. Dies sollte insbesondere in Randlagen und bei Vorschädigung geschehen. Besonders im Focus sollten jetzt auch rot-färbende Rebsorten wie Roter Muskateller, Roter Gutedel und Roter Müller-Thurgau stehen.

 

Falls in Einzelfällen eine Bekämpfung nötig sein sollte, muss vor einem geplanten Insektizideinsatz unbedingt gewährleistet sein, dass die vorgeschriebenen Wartezeiten eingehalten werden. Dabei sollten auch die vorhergesagten Niederschläge beachtet werden. Daher Rücksprache mit dem Vermarktungsbetrieb halten! Aufgrund der fortgeschrittenen Traubenreife kann in solchen Fällen eine vorgezogene Lese die bessere Entscheidung sein! In jedem Fall sind die Anwendungsbestimmungen zum Bienenschutz immer zu beachten!

 

Weitere Informationen, auch zu den vorbeugenden Maßnahmen, zum Erkennen der Eiablage, den zugelassenen Mitteln und Wartezeiten finden Sie in unserer Zusammenstellung „Drosophila suzukii im Weinbau – Empfehlungen 2017.

 

Aufgrund der Feuchtebedingungen in den vergangenen Wochen tritt lokal vor allem in kompakten Sorten Botrytis- und Essigbefall auf. Dieser hat aber nichts mit der Kirschessigfliege zu tun. Auch hier ist Aufmerksamkeit gefordert, insbesondere nach den prognostizierten Regenfällen. In solche „vorgeschädigten“ Anlagen werden natürlich neben heimischen  Essigfliegen auch Kirschessigfliegen gelockt.

 

Aufgrund der ruhigen und fortgeschrittenen Lage wird dieses der letzte Rebschutzaufruf in diesem Jahr sein. Die Beprobungen werden aber weitergeführt, bis die entsprechenden Anlagen gelesen sind. Auch das Fallen-Monitoring wird weitergehen. Sie können sich über die Datenlage jederzeit über die VitiMeteo-Homepage informieren:

Eiablage-Monitoring: http://www.vitimeteo.de/monitoring/kefeifunde.shtml,

Fallenmonitoring: http://www.vitimeteo.de/monitoring/fallenfaenge.shtml.

 

Wir wünschen Ihnen einen erfolgreichen Herbst 2017!

 

 

Terminankündigung:

 

Mittwoch 6.09.17 ab 17:30 Uhr Versuchsbegehung in Burkheim,
Themen „Stickstoffdüngung und Informationen zur Neuen Düngeverordnung“,

 

Veranstalter: Staatliches Weinbauinstitut, Freiburg,

 

Referenten: Herr Schies und Fr. Dr. Riedel,

 

Treffpunkt: 17:30 Uhr Parkplatz beim Kreuz-Post-Hotel. Die Versuchsfläche ist zu Fuß erreichbar.

 

Anmeldung nicht erforderlich 

 

 

Bitte beachten Sie generell die Hinweise der örtlichen Weinbauberatung und die Informationen zu den Monitoringdaten unter www.vitimeteo.de.

 

Informationen zum ökologischen Rebschutz erhalten Mitglieder des Beratungsdienstes Ökologischer Weinbau unter 0761/40165-989, E-Mail: boew@wbi.bwl.de (Matthias Wolff, Johannes Hügle, Tomislav Markovic) bzw. unter 07134/504-231, E-Mail: michael.baumann@lvwo.bwl.de (Michael Baumann).

 

Regionale Hinweise erhalten Sie von den Anrufbeantwortern der örtlich zuständigen Weinbauberater: Bereich Tauberfranken 01805 197 197 11, Bereich Kraichgau-Bergstraße 01805 197 197 15, Bereich nördliche Ortenau 01805 197 197 16, Bereich südliche Ortenau u. nördlicher Breisgau 01805 197 197 17, Bereich südlicher Breisgau 01805 197 197 18, Bereich Kaiserstuhl 01805 197 197 19, Bereich Tuniberg 01805 197 197 20, Bereich Markgräflerland 01805 197 197 21, Bereich Bodensee 01805 197 197 22 (Vorwahl 01805 - aus dem Festnetz/Telekom: 12 Cent pro Minute).

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